Meine Persönliche Lernumgebung – Perspektivenwechsel

„Wissen nennen wir den kleinen Teil der Unwissenheit, den wir geordnet haben.“
Ambros Bierce (1842 – 1913)

 

Rückblick

Mit dem Einrichten meines Blogs für den  SOOC1314 habe ich mit der spannenden Erforschung meiner Lernumgebung begonnen.

Die Herausforderung bestand zunächst darin mit der Technik und den Tools, die WordPress zu bieten hat, zurecht zu kommen. Die zweite Hürde war dann den Blog auch mit Inhalt zu füllen.

Schon in den ersten Tagen hatte ich Google+ und Twitter als neue Social Media neben dem Blog in meine Lernumgebung dazu genommen. Das brachte mich darauf zusammenzutragen, was ich denn schon alles benutze oder zumindest kenne. Daraus entstand dann mein erster,  „richtiger“ Post im Blog Lernen zwischen 1.0 und 2.0 und die dazugehörige graphische Übersicht Meine Lernumgebung 1.5, die ich als ein visuelles Brainstorming bezeichnen würde.

Mit dem Start der Online-Phase zum SOOC1314 gab es neben den vier Aufgaben zur Auswahl auch eine ganze Menge an Material und auch schon viele Beiträge. In dieser Informationsflut habe ich erkannt, dass ich einen aufgabenorientierten Fokus brauche. Nur wenn ich selektiv mit den vielen Inputs umgehe, kann ich aus dem ganzen Chaos an Informationen ein sinnvolles Wissensnetzwerk entstehen lassen.

 

Aufgabenauswahl

Nach anfänglichem Zögern habe ich mich für Aufgabe 3 entschieden.

Wie sieht Eure Persönliche Lernumgebung aus?

Überlegt Euch, welche Ressourcen, Quellen, Werkzeuge, Kontakte etc. Teil Eurer ganz persönlichen Lernumgebung sind. Hierzu können sowohl Online- als auch Offline-Ressourcen gehören (z.B. E-Mail, Bibliothek, Familie/Nachbarn/Kolleg/innen, …). Es kann sich bei den Lernanlässen auch um sehr unterschiedliche Lernfelder handeln, wie z. B. Studium, Beruf und Freizeit.

Erstellt eine grafische Übersicht und postet sie in Eurem Blog!

Hatte ich diese Aufgabe denn nicht schon mit der Übersicht Meine Lernumgebung 1.5 erledigt? Ich wollte das Ganze noch etwas vertiefen und meine neuen Erkenntnisse und Erfahrungen in die Graphische Darstellung einarbeiten. Aber wie genau sollte die Umsetzung aussehen? Welche Kategorien sollte ich verwenden: Analog – Digital; Hardware – Software; Synchron – Asynchron; Anwendungen – Social Media; Formell – InformelI? Was genau hat der Konnektivismus damit zu tun?

Ich schaute mir einige Graphiken an und war erstaunt, welche Möglichkeiten es gab, die PLE darzustellen. Überall entdeckte ich Neues. Da gab es Elemente, an die ich niemals gedacht hätte, z.B. die Schokolade als Motivationsspender. Gehört also mein Milchkaffee auch zu meiner Lernumgebung? Welche Ordnungskriterien und -aspekte gibt es eigentlich? Welche möchte ich verwenden? Wozu dient mir meine Lernumgebung genau? Welche Funktionen erfüllt sie? Wie benutze ich meine PLE? Bisher bin ich selbstverständlich davon ausgegangen, dass ich weiß, was eine Lernumgebung ist. Aber stimmt das überhaupt? Gibt es eine Definition für PLE?

Bei der Suche nach einer Definition, kam ich zum Fazit, dass der Übersicht Meine Lernumgebung 1.5 nur ein laienhaft-unreflektiertes Verständnis von PLE zugrunde lag.

 

PLE – ein Konzept

Es gibt nicht die eine Definition für PLE, sondern verschiedene. Graham Attwell (2007) fasst das Konzept sehr pregnant zusammen, wenn er PLE als „a new approach to using  technologies for learning“ bezeichnet.

In einer Präsentation  wird die PLE von Ilona Buchem in drei Bereiche klassifiziert: Technische Umsetzung, Nutzungsdauer und Eigentum. In Anlehnung daran wage ich einen ersten Versuch PLE zusammengefasst zu definieren:

PLE ist ein Konzept, das vom Lernenden ausgehend, die neuen Technologien des WEB 2.0 und die Social Media nutzt, indem er die Tools in einer individuellen Art aggregiert, um damit selbstorganisiert und vernetzt, lebenslang oder anlassbezogen zu lernen.

 

Ausblick

Die Erforschung meiner PLE ist noch lange nicht abgeschlossen. Ziel ist meine PLE in einem größeren Rahmen in Bezug zum Konzept der PLE zu bringen. Dazu möchte ich das theoretische Umfeld der PLE weiter erkunden, die verschiedenen Elemente näher betrachten und einen Bezug zu den Lerntheorientheorien herstellen. Ob mir das gelingt?